Biketage Zentralschweiz 2017

(André Althaus)

11.-14. September 2017

Unser Basislager haben wir im Hotel Krone in Buochs aufgeschlagen.

Wir, eine stark dezimierte Truppe. Dezimiert, nicht im ursprünglichen Sinn, (jeden zehnten Mann einer Militäreinheit hinrichten) sondern eher nach der heutigen Bedeutung (durch einen gewaltsamen Eingriff oder zerstörerische Einwirkung, im Bestand stark verringern).

Pesche Weber, zerstörerische Einwirkungen auf das linke Bein, bei einer Biketour mit Regaeinsatz
Fredi Dürst, bevorstehender Eingriff am Hüftgelenk
Dänu Steudler, zerstörerische Einwirkungen auf Bandscheiben

So verbleiben Dänu Iseli (für zwei Tage), die Gastfahrer, Pesche Walter, Aschi Knöri und ich als Guide und Organisator.

Letzten Winter lernte ich den ehemaliger Mountainbike-Profi und Gipfelstürmer Lukas Stöckli kennen.
Lukas, der im Kanton Nidwalden zu Hause ist, hat mich mit Vorschläge zu Hotels und Touren eingedeckt, was sich als super Glücksfall herausstellte.

Am Montag habe ich mich für die Tour auf die Gummenalp entschieden. Bei schönstem Wetter trafen wir uns auf dem Parkplatz der der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli. Dank durch Bauarbeiten gesperrter Strasse hatten wir einen verkehrsfreien Aufstieg bis nach Wiesenberg. Nach einem kurzen Halt um die bekannte Kapelle Wiesenberg von weitem zu betrachten und die BSR-Version von „Ewigi Liäbi“ zum Besten zu geben (bekannt geworden durch den Jodlerklub Wiesenberg) ging es weiter Richtung Wirzweli über den Dürrboden und die steilen Rampen hinauf zu der Ronenhütte. Ab hier fuhren wir mehr oder weniger flach zum Restaurant Gummenalp, wo wir die wohlverdiente Mittagspause machten. Die Abfahrt führte uns über den Hexenweg nach Wirzweli und weiter der Strasse oder dem Wanderweg folgend zurück zum Ausgangspunkt.

Am Dienstag stand die Tour Bärenfallen auf dem Programm. Die grosse Diskussion beim Frühstück, AHV-Route (Anzahl Höhenmeter Verringern) oder nicht. Dies wurde erst in Beckenried definitiv entschieden als alle vier Biker der Bikeroute Richtung Klewenalp folgten und nicht der Strasse zur Talstation der Klewenalpbahn. Es könnte sein, dass es Biker gibt, welche den Entscheid bereut haben, sei es beim Erklimmen der zahllosen steilen Rampen oder beim Warten vor dem geschlossenen Restaurant Tannibüel (gemäss Homepage“ Täglich offen von 9-17 Uhr“) bis Alle den Aufstieg geschafft hatten. Trotzdem gab es 70Hm weiter oben doch noch ein Mittagessen im warmen Bergrestaurant Alpstubli. Frisch gestärkt fuhren wir weiter über Bärenfallen, Niederrickenbach, Büren, Oberdorf nach Buochs. Zum Erstaunen meiner Kollegen alles über Wanderwege und Nebenstassen mit einer Punktlandung hinter unserem Hotel. Danke Luki, danke GPS.

Nur noch zu Dritt fahren wir am Mittwoch die Brennwaldtour. Heute nehmen wir die AHV-Route, mit der Bahn auf die Klewenalp. So ergibt es eine Tour mit dreimal so viel Tiefenmeter als Höhenmeter.

Mehrheitlich folgen wir der Bikeroute 926 Klewenalp-Treib, der Goldi-Route. Natürlich veredelt mit einigen Luki-Tails, welche uns auch immer wieder zu wunderbaren Aussichtspunkten führen. Zurück nach Beckenried geht es mit dem Schiff. Im Hotel Krone erwartet uns bereits Pesche Weber, welcher extra aus Zollikofen angereist ist um uns beim Apéro und anschliessendem Nachtessen Gesellschaft zu leisten. Es hat uns sehr gefreut, dass er die lange Reise auf sich genommen hat, um doch noch einen Teil der Biketage mit zu erleben.

Für Donnerstag ist starker Regen und Sturm vorausgesagt. Trotz noch wolkenlosem Himmel entschliessen wir uns die Tour auf den Bürgenstock nicht zu machen und die Heimreise anzutreten. Da wir nun schon täglich unsere Regenkleider montieren durften, waren wir nicht erpicht auf eine Tour bei Regen und Sturm. Die Entscheidung war hart, aber wie sich später herausstellte richtig. Am Thunersee wütete ein richtiger Sturm und wir waren froh, dass wir im Auto sassen.

Besten Dank den Teilnehmern für die tollen Biketage, welche ich mit euch erleben durfte

André Althaus

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