Skitourenwochende im Goms – 7./8. März 2020

In der gleichen Besetzung wie vor einem Jahr trafen wir uns im Zug in Richtung Wallis. Wir hatten ein Skitourenwochenende mit Pulverschnee und einer recht guten Wetterprognose vor uns. Nach der rund zweistündigen Anfahrt hatten wir den ersten Schneekontakt. Die Strassen von Ulrichen waren weiss und es schneite dicke Flocken. Mit den Fellen ging es in die Höhe. Auf den Südosthängen über Ulrichen stiegen wir durch den Wald und über den Wald. Der Schneefall wurde von der Sonne abgelöst. Wir liessen den Gipfel des Sidelhorns aus um vom schönen Pulverschnee profitieren zu können. Leider hat die Sonne Anfangs März schon viel Kraft und verwandelte den leichten Pulver oberhalb des Waldes in schweren Schnee. Im Wald fanden wir dann doch noch den versprochenen Pulverschnee. Oben und unten machte ich mit meinen Skis jedem Schneepflug Konkurrenz.

Wieder unten im Tal teilten wir uns auf. Entweder genoss man am Nachmittag die Sonne auf der Restaurantterrasse oder man tobte sich an den Südosthängen noch einmal aus. Zum Nachtessen trafen wir uns im Hotel in Reckingen wieder. Bei guten Gesprächen und feinem Essen hatten wir einen abwechslungsreichen Abend und konnten auch noch die Tourenplanung für den zweiten Tag angehen.

Nach dem Sonntagsfrühstück ging es diesmal direkt von Reckingen los. Durch die Wälder stiegen wir auf einer steilen Spur wieder in die Höhe. Im Gegensatz zum Samstag waren wir heute nicht alleine. Es schien DAS Ziel zu sein. Unser Ziel war das Sädelhorn. Vor dem Sädelhorn erreichten wir eine Krete. Der Aufstieg auf diese Krete verlief durch den allerschönsten Pulverschnee und wir konnten nicht verzichten. So liessen wir einmal mehr den Gipfel aus – da sind wir inzwischen Profis – und konnten die ersten Linien in den unberührten Schnee zeichnen. Wir hatten schon fast ein wenig Angst, dass uns eine Gruppe zuvor käme. Im „Chäller“ angekommen stiegen wir mit den Skis noch einmal auf Richtung Stockji. So konnten wir doch noch einen Gipfel verzeichnen.

Vom Stockji hatten wir die Wahl zwischen dem Spatz (Aufstiegsroute mit bekannt gutem Pulverschnee danach Traverse) oder der Taube (Traverse auf dem Grat, Abfahrt über Rücken und Waldschneise). Wir wählten die Taube und bereuten nach den ersten Schwüngen unsere Wahl fast schon ein bisschen. Der Grat und der Rücken hatten am Tag zuvor schon eine ordentliche Portion Sonne und Wind erhalten und hatten eine harte Kruste. Die Waldschneise versöhnte uns aber mit den ersten Metern und wir kamen dadurch auch bei der zweiten Abfahrt noch in den Genuss von wunderbarem Pulverschnee.

Wir liessen das Wochenende im Restaurant ausklingen und reisten dann mit dem Zug zusammen mit vielen anderen wieder nach Hause.

Fazit: Wenn man die Wahl hat zwischen Spatz und Taube, wählt man mit Bedacht ;-). Vielen Dank an Bärni für die Organisation, das Spuren und die Pulverschneehänge.

Teilnehmer: Bärni, Simon A., Yannik, Pesche, Simon K. und Susanne

Text: Susanne
Fotos: Yannik